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Hilfe suchen ist okay!

Ein Freund oder eine Freundin wendet sich vertrauensvoll an dich und erzählt dir, dass er oder sie sich mit einer STI angesteckt hat. Was machst du jetzt?

Ruhig und wertfrei bleiben

Vermeide Scham oder Verurteilung – STIs können jedem passieren.


Zuhören – wirklich zuhören

Lass die Person sprechen. Vielleicht will sie nur jemanden, der da ist und zuhört.

Frag vorsichtig nach, wenn du das Gefühl hast, dass sie mehr erzählen möchte.


Informieren aber nicht belehren

Wenn es passt, kannst du helfen, verlässliche Infos zu finden:

  • Welche STI ist es genau?

  • Wie wird sie übertragen?

  • Wie sieht die Behandlung aus?


Ärztliche Hilfe vorschlagen

Frag, ob die Person schon bei einer Ärztin oder einem Arzt war. Falls nicht, kannst du helfen:

  • Einen passenden Arzt oder Ärztin oder eine Beratungsstelle finden

  • Begleitung anbieten (wenn gewünscht)

  • Bei der Organisation helfen (z. B. Termin ausmachen)


Emotionale Unterstützung anbieten

STIs können viel psychischen Druck verursachen: Angst, Schuld, Scham, Unsicherheit, Ekel. Du kannst helfen, indem du da bist – ohne zu werten. Vielleicht braucht die Person auch professionelle psychologische Hilfe. Auch da kannst du bei der Suche unterstützen.


Vertraulichkeit garantieren

Ganz wichtig: Sag klar, dass du das, was die Person dir gesagt hat, für dich behältst. Es geht um ihre Intimsphäre.

Sprich offen über deine Fragen

Rede mit einer Person, der du vertraust (z. B. deine Eltern oder älteren Geschwistern, eine Lehrkraft oder jemand aus deinem Freundeskreis), wenn du Fragen oder Unsicherheiten zu Sexualität hast. Es ist nicht peinlich, etwas nicht zu wissen.


Informiere dich

Es gibt viel zu wissen, was Sexualität, den Körper und sexuelle Gesundheit angeht. Such dir verlässliche Informationsquellen, die dich ansprechen. Im Internet gibt es viele hilfreiche Websites und Profile, die alle Fragen ohne Scham beantworten. Oder du schaust in einer Broschüre oder einem Buch nach.


Lass dich nicht negativ von Medien beeinflussen

Sei dir bewusst, dass Filme, Serien oder Pornos oft unrealistische und überzeichnete Vorstellungen von Sexualität vermitteln. Sie taugen nicht zum Vorbild für Beziehungen oder Intimität.


Achte auf deine Gefühle und Grenzen

Höre auf dein Bauchgefühl. Wenn du dich in einer Situation unwohl fühlst, ist es in Ordnung, diese zu verlassen oder „Nein“ zu sagen. Es ist wichtig, offen und ehrlich über Gefühle und Grenzen zu sprechen. Das ist nicht immer ganz einfach, aber gegenseitiges Vertrauen hilft dabei!


Kenne deinen Körper

Nimm dir Zeit, deinen eigenen Körper kennenzulernen. Das hilft dir, dich wohler mit dir selbst zu fühlen und gesunde Entscheidungen zu treffen. Du musst dich für nichts schämen.


Bleib neugierig und wachsam

Es ist super, neugierig zu sein und Dinge auszuprobieren! Aber vermeide riskantes Verhalten, das dich oder andere gefährdet. Dazu gehören ungeschützter Sex oder auch der Austausch von intimen Bildern über soziale Medien.

Hilfe & Beratung

LiebesLeben

 

Testen

Wann? Wenn du vermutest, dass du dich angesteckt hast, oder wenn du Anzeichen einer STI bei dir feststellst, solltest du dich auf jeden Fall beraten und unter Umständen auch testen lassen.

Wie? Wenn du Beschwerden hast, werden die Kosten für einen Test in aller Regel von deiner Krankenversicherung übernommen.

Wo? Du kannst dich bei einem Frauenarzt/Frauenärztin oder einem Hautarzt/Hautärztin testen lassen.

Wo noch? In vielen deutschen Großstädten gibt es auch die Möglichkeit, sich anonym beraten und bei Bedarf auf STI testen zu lassen – etwa in vielen Gesundheitsämtern und bei lokalen Aids-Hilfen.

Profis

Dieser Themenschwerpunkt ist entstanden in Zusammenarbeit mit

 

 

 

 

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